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aus: Videokamera objektiv, Ausgabe 9-10/2010
Link: Die App zum Lesen von Videokamera objektiv vorgestellt auf Apps.net

Videoclips auf dem iPad
Das iPad von Apple hat viele Talente der Umgang mit Bewegtbildern ist allerdings nicht ganz einfach. Holger Scheel beschreibt, wie man Video auf den Schirm bringt (Auszug aus längerem Beitrag in Vko 9-10/2010).
Apple tut sich bei den kleinen Videoprogrammen etwas schwer mit den unterstützten Formaten. So erkennt Quicktime keine AVCHD oder HDV-Clips, es sei denn, beim Import werden sie in Apple-eigene Codecs umgerechnet. Das dauert und kostet Speicherplatz, statt der 24 bis 25 Mbit/s wird daraus meist das Dreifache. Das brachte Panasonic auf die Idee, in seinen Einsteiger-Kameras eine Art „Apple-Optimierung“ einzubauen. Der HDC-SDX1 und der HM-TA1 (siehe News in dieser Ausgabe) verfügen neben der AVCHD-Aufzeichnung in 1080i über die Möglichkeit in MPEG-4 mit kleineren Auflösungen aufzunehmen. Dabei werden alle von Apple unterstützen Varianten wie 480p, 540p und 720p unterstützt.
Wir haben die für iMovie optimierte iFrame-Auflösung von 960 x 540 Pixeln für unsere Videos verwandt und konnten einen reibungslosen Workflow genießen. Während normale Camcorder mit dem Hinweis „Dieses Gerät wird nicht unterstützt“ abgewiesen wurden, startete der Import von einer HDC-SDX1 ohne Probleme. Das Auswahlfenster kann entweder alle Dateien oder ausgewählte importieren, die Übertragung geht dabei ausgesprochen flott. Doch Apple hat nicht zu Ende gedacht: Weil den Import aus dem DCIM-Ordner die Foto-Abteilung (auf dem Mac „Digitale Bilder“) übernimmt, landen die Clips auch im Ordner Foto und können von dort nicht wiedergegeben werden. Da dem iPad ein Explorer oder ähnliches zur Dateiverwaltung fehlt, bleiben sie dort solange liegen, bis das iPad sie an einen weiteren Mac mit iMovie übertragen kann. Dort gelingt der Schnitt dann ohne Probleme, mehr als für ein Backup dient in diesem Fall das iPad allerdings nicht.
Schizophren: Werden die iFrame-Clips zum Beispiel mit Hilfe von iTunes in den Video-Ordner verschoben, klappt die Wiedergabe einwandfrei. Dazu ist jedoch ein Mac oder PC nötigt. Sollen die Videos direkt mobil bearbeitet werden (siehe iPad für den Videoschnitt) ist eine weitere Reduzierung der Auflösung notwendig. Im Modus 640 x 480 gelingt auch die Wiedergabe aus dem Foto-Ordner und der Schnitt am iPad. Das Problem scheint Apple-hausgemacht, wir haben kein Schnitt-Programm gefunden, was höhere Auflösungen verarbeiten kann. Für den Upload Richtung Youtube und Co reicht die Qualität jedoch aus, insbesondere, weil die Kamerakomprimierung im Gegensatz zu den meisten Software-Encodern recht gut aussieht.
Links:
Apple iPad ww.apple.com/de/ipad
Preise und Versionen im Apple-Shop http://store.apple.com
Vorstellung der Panasonic HDC-SDX1 auf www.panasonic.de
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